Bergschützen Maibrunn e.V.
Schützengau Viechtach

Maibaum-Tradition

Aufstellen 
Zur Tradition der Bergschützen gehört es, dass der Verein in Maibrunn einen Maibaum aufgestellt. Die ersten Bäume wurden am 30. April vor dem Vereinslokal -der Maibrunner "Hütte"- aufgestellt. Nach der Schließung der Hütte war der Standort über dem Weiher beim Anwesen Miedaner, Maibrunn 1 und zwei vor dem dann neu gebauten Berghotel errichtet. Seit 1968 ist der Aufstellungort jeweils beim Gasthof "Beim Simmerl" - jetzt Familotel Simmerl, wo ab 1975 einbetonierte Schienen das Aufstellen erleichtern, dass in den ersten Jahren ausschließlich per Hand und seit einigen Jahren mit Hilfe eines Traktors erfolgt.

Seit etwa 35 Jahren ist es Brauch, den Baum erst am 1. Mai abzuschneiden und aufzustellen. Dies erübrigt die Bewachung und es bleibt mehr Zeit für die anschließende Feier, die meist bis in den späten Abend dauert.

Gespendet wurde der Maibaum bis zum Umzug des Vereins zum Gasthof "Beim Simmerl" immer von der Familie Miedaner, dem Eigentümer der vorherigen Vereinslokale. Seit 1968 wird der Maibrunner Baum abwechselnd von Vereinsmitgliedern und Gönnern gestiftet. Dabei ist es seit einigen Jahren üblich auf einer abgeschnittenen Scheibe den Spender und die Baumlänge zu verewigen. Die Baumlänge ist ein Markenzeichen für Maibrunn. Der längste Baum war bisher 36 Meter. Bäume unter 30 Meter sind Ausnahmen.

2002 versetzte man wegen des Hallenbadbaues die Schienen in die Dorfmitte, wobei der Schienenabstand um 5 cm verbreitert wurde. Damit man weniger zuschneiden musste.

Anekdote: Als der Spender (Miedaner) einmal einen etwas kürzeren Baum aussuchte, hat man diesen einfach zwischen zwei Baumstümpfen abgebrochen um einen neuen, längeren als Ersatz abschneiden zu können.

Maibaum-Stehlen

1958 Klinglbach
Den bayerischen Brauch des Maibaum-Stehlens haben die Bergschützen bisher zweimal ausgeübt. 1958, stahlen rund 20 Maibrunner mitten in der Nacht aus dem Gut Klinglbach den dort in der Scheune deponierten Maibaum. Grösstes Hindernis war dabei der gefährliche Hund des Gutsbesitzers.

Mit viel Geschick und fast lautlos wurde das Scheunentor "geknackt" und der Maibaum rund 600 Meter durch Klinglbach bis zum Sägewerk Edenhofer getragen. Dort lud man ihn auf einen Anhänger und Hans Reiner entführte ihn mit dem Unimog nach Maibrunn.

Josef Rose, der Gutsverwalter verstand den bayerischen Brauch leider nicht und alamierte am nächsten Tag die Polizei, die jedoch nicht aktiv wurde. Um den Baum wieder zu erhalten, ließ er einige Arbeiter nach ihm suchen

Trotz des guten Verstecks im Heustock beim "Pfinsterer" wurden sie fündig. Doch bis zum Eintreffen der Pferde schleppte ihn der "Pfinsterer" mit seinem Pferd kurzerhand nach Herrnwies, so dass die Gutsknechte wieder unverrichteter Dinge nach Klinglbach zurückkehrten.

Am nächsten Tag folgten sie jedoch der Schleifspur und holten den Maibaum zurück.

Das nächtliche "Revanche-Stehlen" der Klinglbacher des bereits aufgestellten Maibaums in Maibrunn konnte durch die Wachsamkeit der Bergschützen abgewehrt werden.

1979 Handwerker St. Englmar

Nach der Frühjahr-Fremdenverkehrsversammlung folgte am 25. April 1979 der 2. Streich. Etwa 10 Mann holten damals den zur Renovierung im Englberger-Stadl aufbewahrten Maibaum des Handwerkervereins St. Englmar heraus und brachten ihn nach Maibrunn.

Trotz Aufforderung wollten ihn die Englmarer Handwerker nicht auslösen. Am 1. Mai stellte man diesen deshalb als Zweitbaum auf. Maibrunn zierten deshalb 1979 gleich zwei Maibäume. 

Der Zufall wollte es, dass der Maibaum einen anderen Standort bekommen sollte und aus diesem Grund neue Schienen zur Befestigung einbetoniert worden waren. Die alten waren noch nicht beseitigt und haben für den 2. Baum genau 

gepasst. Sogar die Löcher des Handwerker-Baumes passten mit den Löchern in den Schienen zusammen.

2010 Noch mal Glück gehabt
Vor dem eigentlichen Maibaum-Aufstellen ist insbesondere Haimerl Hans und Six Xav eine Schiene nicht ganz geheuer vorgekommen.

Mit einer Eisenstange kontrollierte man den Schienenfuß und stellte fest, dass eine Schiene fast ganz abgerissen war und nach ein paar Versuchen umgebogen werden konnte. Noch mal gut gegangen!

Kurzerhand wurde -wie früher- ein 180 cm-Loch gegraben (per Bagger von Alfred Reiner) und der Baum wurde sicher aufgestellt und eingerüttelt.

Maibaum-Stifter

1951 - 1967 Miedaner Max, Wies/Maibrunn
1968 - Pielmeier Johann, Maibrunn
1970 - Pielmeier Franz , Maibrunn 
1975 - Schleinkofer Eduard, Elisabethszell
1976 - Reiner Anton, Maibrunn 
1977 - Pielmeier Michael, Hilm 
1978 - Pielmeier Johann, Maibrunn 
1979 - Fuchs Hans, Rettenbach - 36 m
1980 - Pielmeier Michael, Hilm 
1981 - Paintinger Max, Glashütt 
1982 - Pielmeier Helmut, Maibrunn 
1983 - Pielmeier Michael, Hilm 
1984 - Feldmeier Siegfried, Grünmühl 
1985 - Paukner Xaver, Münchszell 
1986 - Reiner Anton, Maibrunn 
1987 - Lenz Gerhard, Oberhaag 
1988 - Mühlbauer Andreas, Abendberg
1989 - Mühlbauer Andreas, Abendberg
1990 - Six Max, Maibrunn 
1991 - Heilmann Anna, Maibrunn 
1992 - Reiner Xaver, Grün 12 
1995 - Dr. Kunter Ursula, München 
1996 - Edenhofer Josef, Klinglbach 
1997 - Schiele Lothar, Fürth 
1998 - Pielmeier Jakob, Elisabethszell - 31 m
1999 - Eidenschink Xaver, Vornwald - 28 m
2000 - Pielmeier Michael, Hilm - 32 m
2001 - Heilmann Adolf, St. Englmar - 31 m
2002 - Pielmeier Franz , Hunderdorf - 29 m
2003 - Pielmeier Adolf, Köln - 32 m 
2004 - Zollner Rupert, Altenried - 34 m 
2005 - Schiele Lothar, Fürth - 33 m 
2006 - Feldmer Hans, Grün - 33 m 
2007 - Zollner Rupert, Altenried - 35 m
2008 - Pielmeier Alexander, Maibrunn - 32 m
2009 - Clemm Michael, Bielefeld - 32 m
2010 - Reiner Anton, Maibrunn - 30 m
2011 - Reiner Franz, Maibrunn - 36 m
2012 - Mühlbauer Andreas, Abendberg - 25 m
2013 - Pielmeier Silvia, Maibrunn - 30 m        
2014 - Pielmeier Johann (Simmerl) - 28 m
2015 - Six Martin, Maibrunn - 30 m
2016 - Paukner Xaver - 32 m
2017 - Heilmann Anna - 28 m
2018 - Reiner Alfred - 30 m

Spender 2019: Jonathan Pielmeier

Maibaum 2013 (30 m)

Maibaum von 2013 (30 m)


Maibaum 2015 (30 m)


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