Die Chronik bis zum Jahr 2000 ist in gedruckter Form vorhanden. Exemplare stehen allen Mitgliedern und Interessenten kostenlos zur Verfügung.
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1950 - Gründung
Die Familie Miedaner aus Wies errichtete am Waldrand vor der Maibrunner Höhe eine Berghütte mit Bewirtschaftung. Fanny Liegl pachtet die Hütte und wird bald zur beliebten Hüttenwirtin" mit vielen Gästen aus der Umgebung.
Unter den Gästen unterstützt Michael Pielmeier ("Simmerl Michi") aus Grün die Fanny bei der Bewirtung und iniziiert dann auch die Gründung des Schützenvereins.
Die Vereinsgründung wird noch wesentlich von Georg Budweiser gefördert, damals in Maibrunn wohnhaft . Als Gründungsmitglieder sind u.a. noch Josef Schlecht, der den 1. Schützenmeister machte, August Heilmann, Hans, Jakob, Fridolin und Xaver Pielmeier, Johann Reiner und Johann Six aus Maibrunn, Riedernschuster Adolf Fendl, Alois Dobmeier und Jakob Wittmann aus Oberhaag, Johann Dilger aus Pfarrerberg, Eduard Schötz aus Schuhchristleger, Johann Petzendorfer und Anna Bunk aus Grün.
Zum Schießbetrieb wurde eine Öffnung von ca. 40 x 40 cm in der Mauer zwischen Gastraum und Küche geschaffen. Geschossen wurde vom Gastraum -bei gutem Besuch über die sitzenden Gäste hinweg- in die Küche, wo ein "Scheibenwechsler" das Ergebnis herausrief. Geschossen wurde oft bis 1 Uhr früh auf 12er-Scheiben und jeweils 3 Schuss. Ein Schuss kostete 5 Pfennig.
Statt einer Scheibe wurde einmal unbemerkt der Hut von Siegfried Feldmeier aus Grünkühl aufgehängt. Alle schossen unter großem Gelächter Löcher in den Hut. Auch der "Sigi" schoss mit, bis er merkte, dass es ja sein Hut war.
Eine Attraktion war bald die jährliche Christbaumversteigerung, die der "Simmerl Michi" als Versteigerer zu einer Gaudi-Veranstaltung machte.
In der Hütte von rechts: Fanny Liegl, Simmerl Michi, Josef Schlecht, Helmut Pielmeier
1960 - Schützenfest
Zum 10-jährigen Bestehen wurde 1960 unter Leitung vom "Simmerl Michi" ein Schützenfest mit
- Preisschießen im Freien hinter der Hütte
- Bockstechen vor der Hütte
- Festzug von der Hütte zur Linde und zurück
- Festbetrieb unter den Bäumen oberhalb der Hütte gefeiert. Auf einem geschmückten landw. Anhänger spielte die Kapelle Schötz (heute "Felsnstoana").
1966 - Umzug ins Berghotel Maibrunn
Mit der Fertigstellung des Berghotels in Maibrunn endete das urgemütliche Vereinsleben in der Hütte, die die Hüttenwirtin wegen Heirat verlassen hatte.
Ein Aufenthaltsraum im Keller wurde zum stundenweisen Schützenraum und der Gang zum Getränkelager wurde jeweils kurzfristig zum Schießstand umgebaut. Dabei wurde erstmals eine Scheibenzuganlage mit Handkurbel verwendet.
1968 - Umzug zum Gasthof "Beim Simmerl"
Nachdem 1967 die Eheleute und aktiven Vereinsmitglieder Hans und Reserl Pielmeier durch einen Anbau ein Gasthaus errichteten zog der Verein auf Betreiben des Simmerl Michi dorthin.Geschossen wurde da am Rande der Gaststube ohne Abtrennung zu den Gästen, die bei gutem Besuch unmittelbar neben der Scheibenzuganlage, die an der Wand und einem Tisch montiert wurde, Platz nahmen. So konnten die Gäste das Schießgeschehen, wie man es heute auch wieder gerne hätte, direkt mitverfolgen.
1969 - Beitritt zum Gau Viechtach
Der damalige 1. Schützenmeister Helmut Pielmeier war als Zweitmitglied beim Schützenverein Waldeslust Wies im Schützengau Viechtach schon Jahre als guter Schütze und Wegbegleiter vom damaligen Gauschützenmeister Sepp Schlosser aktiv. Diese Verbindung wurde mit der Anmeldung des Vereins beim Gau Viechtach intensiviert.
1972 - Einstellung des Schießbetriebs
Durch die zunehmende Anzahl von Urlaubsgästen war ein Schießen in der Gaststube des Vereinslokals nicht mehr regelmäßig möglich. Es fanden daher keine Schießabende mehr statt. Das sonstige Vereinsleben mit der traditionellen jährlichen Christbaumversteigerung, dem Maibaumaufstellen und Schützenmahl ging jedoch weiter.
1975 - Wiederaufnahme des Schießbetriebs
Da im Winter 1974/75 nur englische Soldaten im Vereinslokal untergebracht waren und diese Interesse am Schießen hatten, wurde am 8. Nov. 1975 wieder mit dem Vereinsschießen in der Gaststube begonnen.
1976 - Eigener Schießstand
Mit der Vergrößerung des Gastraumes im Vereinslokal wurden auch neue Kellerräume geschaffen, die von den Bergschützen für einen eigenen Schießstand mit drei Scheiben-Zuganlagen mitbenutzt werden konnten. Der Fernsehraum diente als Vereinsaufenthaltsraum. Der Vereinsschieß-Betrieb auf dem neuen Schießstand wurde am 11. Dez. 1976 aufgenommen.
1976 - Beitritt zum Gau Straubing
Nachdem 1. Schützenmeister Helmut Pielmeier die Sportschützen Neukirchen als Rundwettkampfschütze unterstützte und der dortige Sektionsschützenmeister Josef Michl für einen Beitritt zum Schützengau Straubing warb, folgte die nicht unumstrittene Anmeldung.
1977 - Satzung und Vereinstracht
In der Jahresversammlung mit Neuwahlen gab sich der Verein erstmals eine Satzung mit einem Jahresbeitrag von DM 15,00.Anlässlich der bevorstehenden Fahnenweihe der FFW Klinglbach wurde bei der Jahresversammlung am 2.4.1977 die Anschaffung von Schützenanzügen beschlossen.
1979 - Wechsel zum Gau Viechtach Mit Beihilfe von Gauschützenmeister Hermann Bauernfeind wurde bei der Jahresversammlung am 8.12.1979 der Wechsel der Bergschützen vom Gau Straubing nach Viechtach beschlossen.
1980 - Kauf von Salutkarabinern
Um bei besonderen Anlässen, wie dem anstehenden Gründungsfest, Hochzeiten, Beerdigungen… richtig auftreten zu können wurden insgesamt 14 K 98-Salutkarabiner gekauft.
1980 - Gründungsfest mit Standartenweihe
Beim Gründungsfestschießen nahmen 12 Vereine aus dem Gau Straubing und Viechtach teil. Mit der Beschaffung und Weihe einer Standarte (Anschaffungskosten DM 3.443,40) ging ein lange gehegter Wunsch der Bergschützen in Erfüllung. Einzelheiten siehe Kapitel "Standartenweihe".
1980 - Teilnahme am Rundenwettkamp
Mit dem Wechsel zum Gau Viechtach waren auch die Voraussetzungen zur Teilnahme am Rundenwettkampf besser. So begannen die Bergschützen im Herbst mit einem Siegeszug von der E-Klasse bis zur Gauoberliga mit einem Aufstieg nach dem anderen.
1983 - Erste Nikolausfeier
Um den maibrunner und umliegend wohnenden Kindern eine Freude zu bereiten wurde bis 1995 jährlich eine Nikolausfeier veranstaltet.Mit Liedern und Gedichten wurde die Feier eingeleitet und abgeschlossen.Der Nikolaus kam jeweils mit Pferdeschlitten oder Kutsche und brachte kleine Geschenkpäckchen. Knecht Ruprecht musste aber auch manch vorgetragene Schandtaten mit einem sanften Hieb ahnden. Ab 1996 wird statt der Nikolausfeier eine Adventsfeier abgehalten.1985 - Bergfest zum 35-jährigen Jubiläum
Mit einem Bergfest mit Bergmesse, Bockstechen und Preisverteilung des Gründungsfestschießens wurde das kleine Jubiläum gefeiert.
1985 - Beginn LP-Rundenwettkampf
Mit der Einsetzung einer Pistolenklasse im Rundenwettkampf starteten auch die Bergschützen mit einer Mannschaft, die ebenfalls gleich sehr erfolgreich schoss.
1986 - Eintragung ins Vereinsregister
In erster Linie auf Wunsch des 1. Schützenmeisters Helmut Pielmeier beschloss der Verein eine neue Satzung und die Eintragung ins Vereinsregister.
1986 - Helmut Pielmeier 2. Gauschützenmeister
In der Gauversammlung 1986 wird 1. Schützenmeister Helmut Pielmeier mit großer Mehrheit zum 2. Gauschützenmeister gewählt.
1989 - Alfred Reiner stellv. Gaujugendsprecher
Beim Gaujugendtag wird Alfed Reiner zum stellv. Gaujugendsprecher gewählt.
1990 - Schießleiter-Ausbildung
Am 13.1.1990 nahm Sportleiter Franz Xaver Six am Schießleiterlehrgang des Schützengaues Viechtach teil und absolvierte die abschließende Prüfung.
1990 - Schießstanderweitung
Nach Absprache mit dem Vereinswirt wurde insbesondere die von den Rundenwettkampfschützen geforderte Erweiterung von drei auf vier Schießstände umgesetzt. Mit einem Außenmauerdurchbruch wurde die Schießstandlänge von 10 Metern erreicht und mit dem Abbruch des Wasserdruckkesselraumes Platz für den 4. Schießstand geschaffen.
1992 - Helmut Pielmeier Ehrenschützenmeister
Bei den Neuwahlen am 14.3.1992 gibt Helmut Pielmeier nach 30 Jahren den Schützenmeisterposten ab und wird postwendend vom Verein einstimmig zum Ehrenschützenmeister ernannt.
1992 - Standardbeitrag DM 20,00
Bei der Jahresversammlung wird der Vereinsbeitrag auf DM 20,00 erhöht.
1995 - Kauf einer elektr. Auswertmaschine
Durch viele Spenden von Mitgliedern und einem Zuschuss der Gemeinde Sankt Englmar von DM 1.500,00 konnte eine Ring- und Teilerauswertmaschine DISAG RM III zum Preis von DM 3.523,10 angeschafft werden.
1996 - Bezirksjugendtag
Im März 1996 waren die Bergschützen Maibrunn Gastgeber beim 16. Bezirksjugendtag mit fast 100 Teilnehmern aus allen Schützengauen.
1998 - Helmut Pielmeier Gauschützenmeister
Bei den Neuwahlen des Schützengaues wird Ehrenschützenmeister Helmut Pielmeier zum 1. Gauschützenmeister gewählt.
1999 - Amtl. Erlaubnis zum Schießbetrieb
Auch mit der Bürokratie hatte der Verein zu kämpfen. Bis 8.12.1977 konnte der Schießbetrieb ohne amtliche Genehmigung durchgeführt werden. Auf Veranlassung des Landratsamts wurde am 8.10.1977 die Erlaubnis zum Betrieb einer Schießstätte beantragt und auch erhalten.
Die Schießstanderweiterung 1990 war Anlass für ein mehrjähriges Amtsgeplänkel mit Baugenehmigung, Nutzungsänderung, Notausstieg…. Es endete mit der "Erlaubnis zum Betrieb einer Schießstätte gem. § 44 WaffG" mit insgesamt 409,00 DM Gebühren. Damit erhielten die Bergschützen nach fast einem halben Jahrhundert unfallfreiem Schießbetrieb den Amtsstempel.
1999 - Gründungsfestbeschluss
Bei der Jahresversammlung im Frühjahr diskutierte man, ob und wie das 50-jährige Jubiläum begangen werden soll.
Im Dez. erfolgte der Beschluss es in "einfacherer" Art ohne Zelt durchzuführen. Ludwig Ruppert wurde als Schirmherr dafür gewonnen.
2000 - 50-jähriges Gründungsfest
Vorbericht im Straubinger Tagblatt am Samstag 17.6.2000
50 Jahre Bergschützen Maibrunn Gründungsfest mit insgesamt 40 Vereinen
In Maibrunn feiert der dortige Schützenverein das 50-jährige Bestehen. Anders als üblich wird das Festzentrum kein Bierzelt, sondern die schön geschmückte Maschinenhalle beim Gasthof "Beim Simmerl" sein. Um alle befreundeten Schützenvereine, Nachbar- und Ortsvereine bei eventl. Schlechtwetter unterbringen zu können werden die vierzig geladenen Vereine auf zwei Tage aufgeteilt. Am getrigen Freitag fand mit den Orts- und Nachbarvereine der Einzug und spätabendlich ein Fackelzug zur Maibrunner Kapelle statt. Am Samstag holt um 16:00 Uhr der Festverein mit der Kapelle "Fels'nstoana" den Schirmherrn ab und am Abend hat der Festwirt alle Betriebe und die Gemeinde Sankt Englmar Ehrengäste der umliegenden Gemeinden eingeladen. Am Sonntag werden über zwanzig Schützenvereine überwiegend aus dem Gau Viechtach dem Jubelverein die Ehre geben. Höhepunkt des Gründungsfestes wird am Sonntag um 10:00 Uhr der Festgottesdienst bei der Maibrunner Kapelle mit der Weihe und Überreichung eines Festbandes und des Schirmherrnbandes sein.
Besonderes Rahmenprogramm
Auch das Rahmenprogramm des Festes ist nicht alltäglich. Auf der Bogenschießanlage des Hotels Angerhof können die Festbesucher diese interessante Freiluft-Sportart probieren. Mit dem alten Spiel des Bockstechens, einem Zwergerlschießen und Hufeisenwerfen für Kinder werden ausschließlich zu einem Schützenverein passende Spielarten angeboten. Die Musik der Festkapellen wird nicht durch meist übliche Disco-Musik von Schaustellern getrübt, weil auf diese verzichtet wurde.
Ludwig Ruppert Schirmherr
Für das Jubiläumsfest der Bergschützen hat Herr Ludwig Ruppert die Schirmherrnschaft übernommen hat. Die Familie Ruppert aus Landshut unterhält in Maibrunn ein Waldlerhaus, in dem bis zu ihrem Tode die Mutter der Ruppertbrüder wohnte. Auch die dortige Kapelle wurde auf Initiative der Familie Ruppert errichtet. Mit der Übernahme der Schirmherrschaft zeigt Herr Ludwig Ruppert seine Verbundenheit zu den Maibrunnern.
Kleine Anfänge
1949 wurde vor der Maibrunner Höhe eine bewirtschaftete Berghütte gebaut. Die bald beliebt gewordene Hüttenwirtin Fanny Liegt pachtete diese und zog viele Gästen aus der Umgebung an. Auf Initiative von Michael Pielmeier ("Simmerl Michi") aus Grün wurde dort ein Schützenvereins gegründet. Rund ein Dutzend Gründungsmitglieder mit Josef Schlecht als 1. Schützenmeister waren daran beteiligt. Zum Schießbetrieb wurde eine kleine Öffnung in der Mauer zwischen Gastraum und Küche geschaffen. Geschossen wurde vom Gastraum -bei gutem Besuch über die sitzenden Gäste hinweg- in die Küche, wo ein "Scheibenwechsler" das Ergebnis herausrief. Zum 10-jährigen Bestehen wurde 1960 das erste Schützenfest gefeiert. Nachdem die Bewirtschaftung der "Hütte" eingestellt wurde fanden die Schützen im neu gebauten Berghotel Maibrunn eine Bleibe. Seit 1968 ist das Vereinslokal der Gasthof "Beim Simmerl". Auch dort konnte anfangs nur in der Gaststube auf einem vorübergehend aufgebauten Stand geschossen werden. Erst 1976 wurde im Keller ein eigener Schießstand mit drei Scheibenzuganlagen errichtet.
Sportliche Erfolge und Traditionspflege
Seit 1981 beweist eine Luftgewehr- und seit 1986 eine Luftpistolen-Mannschaft ihr Geschick bei den Gaurundenwettkämpfen. Dabei schafften die Gewehrschützen einen Durchmarsch von der E-Klasse bis zur Gauoberliga und die Pistolenschützen sammelten ebenfalls einige Meistertitel. Auch einige Gaumeistertitel in der Disziplin Luftpistole wurden von Bergschützen erzielt. Neben Vereinsschießen findet jährlich traditionell das Vereinsmeister- und Königgschießen statt. Als traditionelle Aufgabe wird von den Bergschützen das jährliche Aufstellen eine möglichst langen Maibaums gepflegt. Auch beim Maibaumstehlen war man schon zweimal erfolgreich. Zum Jahresablauf gehören eine Christbaumversteigerung das Schützenmahl und selbstverständlich die Teilnahme an Gemeindefestlichkeiten.
Standartenweihe und Patenverein
Ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte war die Anschaffung und Weihe einer Standarte im Jahre 1980. Das nach 1960 bisher größte Fest wurde ebenfalls in kleinerem Rahmen ohne Festzelt abgehalten. Fahnenmutter war Anna Heilmann, die zusammen mit Marietta Pils und Anna Penzkofer ihr Fahnenmutterband und das Fest- und Trauerband überreichten. Im Gegensatz zum diesjährigen Gründungsfestschießen war das Festschießen 1980 ein voller Erfolg. Ein weiterer Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war die Patenschaft bei der Standartenweihe der Bayerwaldschützen Sankt Englmar 1993. Silvia Pielmeier überreichte das Patenband. Eine Ehre für den Verein ist es auch, dass 1998 Ehrenschützenmeister Helmut Pielmeier 1. Gauschützenmeister im Schützengau Viechtach wurde.
Bericht im Straubinger Tagblatt am Montag 19.6.2000
Einzigartiges Schützenfest in Maibrunn - 50-jähriges Gründungsfest der Bergschützen Maibrunn verlief optimal
Herrliches Wetter, die Bergkulisse vom Pröller bis zum Hirschenstein, zwei mal zwanzig Vereine mit unterschiedlichen Vereinstrachten und ein reibungsloser Festablauf bildeten den Rahmen für ein beeindruckendes Schützenfest in Maibrunn.
Einzug und Fackelzug
Das Gründungsfest begann am Freitag mit einem Standkonzert, zu dem zwanzig Orts- und Nachbarvereine aus Sankt Englmar, Elisabethszell und Maierhof eintrafen. Nach der Aufstellung erfolgte ein kleiner Umzug um die Maibrunner Linde in die Festhalle, die mit Schützenscheiben und Bildern von Schützenkönigen und aus der Vereinsgeschichte zu einem großen Schützenheim geschmückt war. Mit den Englmarer Knoglmusikaten, die ohne Verstärker aufspielten, entstand in kurzer Zeit eine tolle Feststimmung.
Um 22:00 Uhr fand bei aufgehendem Vollmond ein beeindruckender Fackelzug von der Festhalle um die Linde zur Marienkapelle am Waldrand in Maibrunn statt. Dort gedachte 1. Schützenmeister Hans Feldmer kurz der verstorbenen Bergschützen. Nach drei Salutschüssen erfolgte der Rückmarsch.
Festgottesdienst mit Bänderüberreichung
Nachdem am Samstag der Schirmherr Ludwig Ruppert im Waldlerhaus der Familie in Maibrunn vom Festverein eingeholt wurde und ein gut besuchter "Tag der Betriebe und Gemeinden" statt fand, folgte am Sonntag der Höhepunkt des Gründungsfestes. Am Morgen wurden 21 geladene Schützenvereine des Gaues Viechtach und aus der nächsten Umgebung empfangen. Auch ein befreundeter Verein aus Kleinberghofen war gekommen. Dann folgte bei bester Witterung ein impossanter Kirchenzug mit zwei Muskikkapellen. Einen sehr schönen Anblick ergab der Halbkreis der Vereine um die Kapelle mit dem Feldkreuz davor. Bei Vogelgezwitscher aus dem angrenzenden Wald zelebrierte Ortspfarrer Bernhold Heller den Festgottesdienst, bei dem vom Volk mit Begleitung der Festkapelle "Fels'nstoana" die Waldlermesse gesungen wurde, die optimal zum Ort des Geschehens passte. Mit Abschluß des Gottesdienstes weihte Pfarrer Heller das Fest- und Schirmherrenband, das dann die Festdamen Nadine Renter und Caroline Ruppert mit einem Prolog an der Standarte der Bergschützen befestigten.
Nach einem Grußwort des 1. Gauschützenmeisters Helmut Pielmeier überbrachte 1. Bürgermeister Hans Fuchs die Glückwünsche der Gemeinde Sankt Englmar und in Vertretung des Landsrats auch des Landkreises. Schirmherr Ludwig Ruppert hielt dann eine kurze Ansprache. Danach erfolgte der Rückmarsch zur Festhalle.
Rahmenprogramm wurde gut angenommen
Nach dem Mittagessen wurde durch den Schirmherrn mit einem Treffer das Bogenschießen eröffnet, das viele Festbesucher mit Begeisterung ausprobierten. Das Bockstechen war für Alt und Jung eine Belustigung. Es wurden viele Treffer erzielt. Gewonnen hat es dann überraschend der Achtjährige Johannes Pielmeier mit einem Dreizehner oder Volltreffer. Er konnte als ersten Preis einen echten Schafbock in Empfang nehmen.
Viele Kinder beteiligten sich auch beim Zwergerlschießen mit Gummis und Hufeisen.
Ehrungen und Abgeordnetenbesuch
Gauschützenmeister Helmut Pielmeier nahm die Gelegenheit wahr und ehrte den Schirmherr mit einer Auszeichnung des Bayerischen Sportschützenbundes und 1. Schützenmeister Hans Feldmer mit dem Ehrenteller des Schützenbezirks Niederbayern. Der Festverein erklärte dann Ludwig Ruppert aus Dank für die Übernahme der Schirmherrschaft und für dessen herzliche Verbundenheit zu Maibrunn zum Ehrenmitglied.
Auch Bundestagsabgeordneter Ernst Hinsken und Landtagsabgeordneter Alfred Reisinger gaben den Bergschützen mit einem Festbesuch mit kurzer Ansprache die Ehre.
linke Seite:
Resi Troiber beim "Bockstechen"
Schirmherr beim Bogenschießen